Der Fellwechsel im Herbst – jetzt macht sich das Pferd einen neuen Winterpullover

Mit den kürzer werdenden Tagen und sinkenden Temperaturen beginnt auch der alljährliche Fellwechsel der Pferde im Herbst. Er verläuft moderater als der Frühjahrswechsel, weil hier deutlich weniger Haare abgestoßen werden. Das Wachstum der dichten und wärmenden Unterhaare fordert den Pferden aber einiges ab.

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Ausreichende Mineralstoffe und richtig dosierte Spurenelemente sind beim Fellwechsel zwingend.

Manche Pferde brauchen beim Fellwechsel die richtige Hilfe

Gut vorbereitete und gefütterte Pferde sind nach sechs bis acht Wochen aus dem Gröbsten heraus und zeigen anschließend ein dichtes, feines und glänzendes Fell. Besonders ältere Pferde, die nur auf die Sommerweide „weggestellt" wurden, haben jetzt ihre liebe Not. Sie brauchen deutlich länger für den Wechsel und neigen zu allerhand Problemen. Oft werden die Hufe schlechter, teilweise werden Schweif und Mähne ganz dünn und die ersten Herbststürme führen schnell zu Atemwegsinfekten. Noch dazu sind diese Pferde oft müde und schlapp...

Spurenelementdefizit im Voralpenraum

Der Grund dafür sind oft Spurenelementdefizite. Besonders im Voralpenraum sind wenig Zink und Selen im Boden. Daher kann das Pferd auch über das Grundfutter (Gras, Heu, Stroh, oder Wiesencobs) nicht genügend davon aufnehmen. Zink ist für viele schnell wachsenden Zellen notwendig: Hautzellen, Hornzellen (Huf + Haare) und Schleimhautzellen benötigen es. Deshalb ist es sinnvoll, auch im Sommer die Mineralfuttergabe beizubehalten, damit das Pferd Nährstoffdepots im Körper auffüllen kann. Besonders bewährt haben sich hier Mineralstoffmischungen mit organisch gebundenen Spurenelementen, sie werden vom Pferd wesentlich besser verwertet.
Hilfreich ist auch das Zufüttern von Leinsamen. Er enthält schwefelhaltige Aminosäuren und mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Diese fördern den Aufbau von elastischem Horn (Huf) und feinem, glänzendem Haarkleid.

Zugabe von EM - effektiven Mikroorganismen

Ein weiterer interessanter Aspekt ist der Einsatz von Effektiven Mikroorganismen in dieser Phase. EM können vielfältig eingesetzt werden: Als Futtermittel, als Pflegemittel, als Reinigungsmittel, als Bodenhilfsstoff oder zur Einstreubehandlung, um nur einige der Anwendungsmöglichkeiten zu beschreiben. Effektive Mikroorganismen können selbst hergestellt werden. Dazu benötigt man einen Fermenter, Zuckerrohrmelassse und die sogenannte Urlösung EM1. Einfacher in der Handhabung und Anwendung sind Fertigprodukte. Sie werden in Deutschland unter dem Namen Emiko Horsecare vertrieben.

So vielfältig die Einsatzmöglichkeiten von EM sind, das Grundprinzip ist immer das Gleiche:

Auf jeder Oberfläche (Boden, Mensch, Tier) oder in jedem Verdauungstrakt leben eine Vielzahl von Keimen und Bakterien. Eine grundsätzliche Unterscheidung dieser Keime erfolgt in aerobe und anaerobe Keime, also Sauerstoff  liebende Keime und solche, die bevorzugt unter Luftabschluss leben.
Effektive Mikroorganismen schaffen es, auf jeder Oberfläche und in jedem Verdauungstrakt das Gleichgewicht zwischen Aerobiern und Anaerobiern positiv zu beeinflussen. Das führt häufig zu einer Milieuverbesserung und damit ungünstigeren Lebensbedingungen für krankmachende Keime. Die Verfütterung von EM z.B. verbessert häufig die Futterauswertung und verringert Verdauungsprobleme. Die Darmflora wird gefördert und das Immunsystem gefördert. Besonders in belastenden Situationen wie dem Fellwechsel kann hier das Pferd wirksam unterstützt werden.