Die Weihnachtszeit – eine mental günstige Zeit
Dieses Jahr geschah es ganz allmählich – der Spätsommer und die warmen Tage des Herbstes ließen uns ganz behutsam hinein gleiten in die „stade Zeit“. Der Übergang in die kalte und nasse Jahreszeit vollzog sich heuer nicht abrupt.
Herbstlicher Duft nach modernden Blättern und Pflanzen sind ein deutliches Signal, dass die Natur sich bereit macht sich Ruhe zu gönnen. Sie sucht Erholung von langen Monaten des prallen Lebens, der Kraft, des Wachstums, des gleißenden Lichts und sie wendet sich nun hin zur Stille, zur Kühle, zum weichen Licht und zur Dämmerung - zur Ruhe. Die Natur legt sich schlafen, um neue Kraft zu schöpfen.
Oft verwechseln wir modernen Menschen den Rhythmus der Jahreszeiten mit einem Kalender des Konsums und der vorgegebenen Zeiten für bestimmte Aktivitäten. Die Natur stellt dann bestenfalls den Rahmen zur Verfügung, in welchem wir unser Leben ablaufen lassen. Dabei sind wir doch untrennbar mit ihr verbunden - wir sind eins mit der Natur, ob wir es wahrnehmen wollen oder nicht. Ihr Rhythmus ist auch unser Rhythmus, egal ob in körperlicher, geistiger oder spiritueller Hinsicht. Jetzt geht es für uns darum, uns genau diesem Rhythmus anzuvertrauen, inne zu halten und zur Ruhe zu kommen. Jetzt können wir Altes loslassen wie der Baum seine Blätter, um uns vorzubereiten auf das Neue, das vor uns liegt. Es ist Zeit für unsere eigene ganzheitliche Inventur für unseren Körper, unseren Geist und unsere Seele. Die Tage die jetzt vor uns liegen stecken voller mystischer und mentaler Kraft, die es für uns zu nutzen gilt - aber nicht mit Willenskraft und mit Anstrengung - nein, hören wir auf die Natur, die uns sagt:
... komm' zur Ruhe,
... höre auf deine innere Stimme
... entspanne dich
... fühle was dich nährt
... erfinde dich wieder ganz neu
Das sind die versteckten Botschaften, die uns z.B. die Wintersonnenwende als der „tiefste - zur Ruhe gekommene" Punkt des Jahres vermitteln möchte. Aber auch die Rau-Nächte und die geweihten Nächte (Weihnachten) und auch die Rückkehr des Lichts am 6. Januar sind günstige Zeitpunkte voll mentaler Kraft für einen ehrlichen Rückblick und für eine weise Vorausschau auf das was kommt und was wir erwarten.
Wir müsssen einfach nur erkennen, was die Natur uns zeigt und wir sollten sie als Vorbild nehmen und uns auf ihren Rhythmus einlassen. Wenn wir akzeptieren, dass wir ein Teil von ihr sind, dann können auch wir - wie sie - die vor uns liegenden Monate dazu nutzen, um im Frühjahr mit frischer Energie und neuem Mut das neue Jahr anzugehen.
Dazu gibt es viele verschiedene Wege, ob ein langer Spaziergang durch den Wald oder ein kurzer Entspannungsschlaf auf dem Sofa, aber auch eine entspannenede Massage oder eine meditative Reise zum eigenen Sein können uns helfen unseren persönlichen Rhythmus der Ruhe zu finden.