Eigentlich so, wia in da guadn oidn Zeit...

...gibt es heutzutage nur noch wenige Vertreter des goldenen Handwerks, die nach damaligem Beispiel ihr Können den Menschen nahe bringen. Mit anderen Worten: ein wirklich gut gebackenes Brot, das nicht nur gut schmeckt, sondern auch gesundheitsförderliche Aspekte berücksichtigt, das gibt´s heute fast nicht mehr.

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Martin Schmitt ist ein leidenschaftlicher Bäcker; mit viel Beharrlichkeit und alternativen Ideen hat er sein Unternehmen geschaffen.

In vielen Broten befinden sich Zutaten, die eigentlich nicht hinein gehören: von Farb-, Konservierungsstoffen, über Geschmacksverstärker bis hin zu E-Stoffen.
Auch die eigentlich ja gesunde Hefe, findet man mittlerweile in fast allen Lebensmitteln; im Supermarkt mal auf das Etikett geschaut, lässt sich leicht feststellen, dass fast überall Hefe vorhanden ist. Dieses Überangebot ruft aber bei vielen Menschen Hefepilzprobleme jeglicher Art hervor. Nur ganz wenige Bäckereien sind im Stande ihr Brotproduktion ohne Hefe zu betreiben; denn zum Gelingen eines Brotes ist die richtige Temperatur für den Teig ganz entscheidend, und das erfordert Mehraufwand, auch in zeitlicher Hinsicht. Und Zeit ist bekanntlich Geld.
Ebenso spielt beim Brotbacken ohne Hefe die Jahreszeit eine große Rolle. So müssen die Temperaturdifferenzen ständig ausgeglichen werden. Wer mit Le(a)ib und Seele dieses goldene Handwerk so intensiv korrekt betreibt, das ist die Familie Schmitt aus Pörsdorf, mittlerweile uns allen bekannt als die Hersteller von Martins Holzofenbrot.

Philosophie steckt im Unternehmen

Herr Schmitt hat es sich im wahrsten Sinne des Wortes zur Aufgabe gemacht, wieder anständiges ausgewogenes Brot herzustellen, das schmeckt und zugleich gesund ist. Sein Leitgedanke für eine hochwertige Produktion lautet: Natursauerteig ohne Hefe, Wasser, Meersalz und verschiedene Kräuter. Produkte, die konsequent ökologisch, vollwertig und geschmacklich ausgereift sind.
Der Betrieb war ursprünglich mit einer kleinen Backstube in Pörsdorf zuhause; vor einem Jahr hat Familie Schmitt in Schammach (Gewerbegebiet) bei Grafing eine neue Produktionsstätte gebaut und ist auf 15 Mitarbeiter gewachsen.
Hier werden tägl. 1000-1500 kg Teig verarbeitet und ca. 600-1000 Brote werden pünktlich zwischen 8.00 - 9.00 ausgeliefert. Die Anlieferstellen sind inzwischen auch überregionale Geschäfte von München bis Traunstein - von Oberhaching bis Landshut. Ausgeliefert wird an Naturkostläden, Kaffees, Fachgeschäfte, Rewe, Einkaufszentren, Hofläden, Hofkäsereien - und auf Bauernmärkten ist die Bäckerei Schmitt mit einem eigenen Stand vertreten. Alle Lieferstellen sind im Internet nachlesbar.
Spezialaufträge für Feste oder Jubiläumsfeiern werden ebenfalls berücksichtigt. So kann es schon mal sein, dass Herr Schmitt in seinem mobilen Holzofen vor Ort persönlich ein Spanferkel grillt.

Brote mit ganz unterschiedlichem Geschmack

So richtig bekannt geworden ist Martins Holzofenbrot wahrscheinlich mit dem „Aran-Brot". Acht Filialen werden mit diesem allseits bekannten Brot beliefert. Martins Brote haben alle einen eigenen Charakter: Das Saatenbrot, der Schneiderbauernlaib ohne Gewürz, das Pörsdorfer Bauernbrot, das Krustenbrot, das Sonnenblumenbrot (sein Lieblingsbrot)... um nur einige zu nennen.
Wissenswert ist, das verwendete Getreide stammt ausschließlich aus der Region - auch hier wird immer auf Ökologie geachtete. Emmer, Weizen, Roggen werden von hiesigen Bauern bezogen. Martin Schmitt´s Qualitäts- und Ökologie-Konzept geht wirklich auf; auch ganzheitlich energetisch betrachtet. Aber darüber lesen Sie mehr in einer der nächsten Ausgaben.