Kaltes Wetter – steife Knochen, wie Ihr Pferd die kalte Jahreszeit besser übersteht
Besonders ältere Pferde haben im Winter Schwierigkeiten. Was im Sommer noch kleine Zipperlein waren wächst sich jetzt oft zu ordentlichen Problemen aus. Viele Pferde haben mit zunehmendem Alter leichtere bis mittlere Gelenk- und/oder Sehnenprobleme. Vielfach bekannt sind Spat, Hufrolle oder Arthrose in unterschiedlichen Stadien. Wenn der Reiter damit richtig umgehen, kann das Tier oft noch gut als Freizeitpferd eingesetzt werden.
Besonders ältere Pferde haben im Winter Schwierigkeiten. Was im Sommer noch kleine Zipperlein waren
wächst sich jetzt oft zu ordentlichen Problemen aus. Viele Pferde haben mit zunehmendem Alter leichtere bis mittlere Gelenk- und/oder Sehnenprobleme. Vielfach bekannt sind Spat, Hufrolle oder Arthrose in unterschiedlichen Stadien. Wenn der Reiter damit richtig umgehen, kann das Tier oft noch gut als Freizeitpferd eingesetzt werden.
Dazu gehören maßvolle und regelmäßige Bewegung, korrekte Hufpflege und ein geeigneter (orthopädischer) Beschlag. Im Sommer sprechen viele Pferdebesitzer davon, dass das Pferd sich „einlaufen" müsse. In der Winterkälte klappt das bei vielen Pferden nicht mehr. Das Ticken oder Lahmen bleibt und vielen Pferden ist der Schmerz bei der Bewegung anzusehen.
Für diese Probleme gibt es mehrere Ursachen. In der kalten Jahreszeit versucht der Körper die Wärme im Rumpf zu halten. Deshalb werden die Beine nicht so gut durchblutet. Bänder, Sehnen und Gelenke andererseits müssen über angrenzende Blutgefäße versorgt werden. Sie werden nicht selbst durchblutet. Diese Blutgefäße versorgen Sehnen und Gelenke über Membrane mit Nährstoffen und transportieren Schlacken ab.
Dazu kommt, dass viele Pferde im Winter oft in Ihrer Bewegungsmöglichkeit eingeschränkt sind. Koppel-
gang oder Paddock werden gesperrt und die Reiter lassen - weil es ja so kalt ist - das Reiten im Winter oft sein. Weniger Bewegung bedeutet aber auch weniger Durchblutung. Deshalb entwickeln sich Arthrosen bei Pferde mit wenig Bewegung oft in kurzer Zeit.
Unzureichende Ernährung...
...kann eine weitere Ursache für Gelenkprobleme sein. Viele Turnierreiter sind der Ansicht: „Im Winter tut mein Pferd nichts, da bekommt es auch nichts dazu" - und stellen ihr Sportgerät in die Ecke. Ein schleichender Nährstoffmangel ist oft die Folge. So konnte in der Rinderhaltung ein Zusammenhang zwischen Selenmangel und der Entstehung von Arthrose nachgewiesen werden.
Das kann der Pferdebesitzer für sein Pferd tun:
Ganz wichtig ist die regelmäßige Bewegung. Ganz wichtig sind dabei lange Aufwärm- und Abreitephasen.
Da kann es sein, dass eine Reiteinheit von 30 - 45 Minuten einen Zeitaufwand von zwei Stunden bedeutet. Hilfreich sind dabei Ausreit- oder Nierendecken. Sorgfältiges Trockenreiben mit Stroh und eine gute Abschwitzdecke zum Schluss sind obligatorisch.
Bei der Fütterung ist ein erhöhter Energiebedarf zu berücksichtigen und das Kraftfutter maßvoll anzuheben.
Das Pferd muss jetzt Abwärmeverluste ausgleichen und mehr heizen. Besonders in Offenställen entwickeln die Pferde ein langes und dichtes Winterfell, unter dem die Körperkonturen nicht mehr so leicht erkennbar sind. Um so erstaunter sind manche Pferdebesitzer dann im Frühjahr, wie dünn und mager die Pferde aus dem Winter kommen. Deshalb gelegentlich nach den Rippen tasten, sie sollen auf leichten Druck spürbar sein.
Auch das Bindegewebe kann über die Fütterung positiv beeinflusst werden. So wirkt Ingwer z.B. durchblutungsfördernd und wärmend, Teufelskralle hat in klinischen Studien eine schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkung gezeigt. Gerne werden Algen eingesetzt. Neben einer entgiftenden und entschlackenden Wirkung geht man auch hier von einer Unterstützung bei der Geweberegeneration aus.
Eine effektive Wirkung auf Bänder, Sehnen und Gelenke geht von Muschelextrakten aus der grünlippigen neuseländischen Zuchtmuschel oder von Chondroitinsulfat aus, das aus Fischknorpeln gewonnen wird. Sie liefern Nährstoffe, die das Bindegewebe für die Regeneration braucht und unterstützen so die Erhaltung von elastischem, belastbarem Bindegewebe. Hier gibt es enorme Qualitätsunterschiede. Gute und wirksame Produkte kosten in der Regel gutes Geld, aber sie rechtfertigen in der Regel den hohen Preis.