„Kindergarten“ für´s Hundekind - die prägendste Zeit im Leben ihres Vierbeiners

Endlich ist es eingezogen, das Hundekind! Und damit es mal ein gut sozialisierter Hund wird, soll gleich eine Welpengruppe besucht werden. Ein guter Vorsatz – aber Vorsicht! Gerade in der Welpenzeit (sie endet mit 16 Wochen) ist es wichtig, dass die Hunde nur gute Erfahrungen mit Artgenossen machen!

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Frau Feldsieper mit Ihren Hunden. Sollten Sie Fragen haben, dann gibt Frau Feldsieper gerne telefonische Auskunft.

In vielen Welpengruppen geht es aber oft sehr grob zu. „Die machen alles allein untereinander aus!" ist einer der folgenschwersten Irrtümer der Welpenerziehung! Im Kindergarten schaut auch niemand zu, wie der noch etwas unsichere dreijährige vom schon kräftigeren Vorschüler über den Haufen gerannt wird, versehen mit dem Kommentar der Erzieherin „Das macht nichts, der spielt ja nur!" In vielen Hundeschulen lernen Welpen leider nur, sich andere Hunde durch wütendes Gekeife und Schnappen vom Leib zu halten. Und die Besitzer müssen sich anhören „Prima, er lernt, sich zu wehren!" Ein fataler Unsinn, denn der traumatisierte Welpe hat nur eins gelernt: Dass ihn seine Menschen nicht beschützen und er mit aggressivem Verhalten gegenüber anderen Hunden schnell Ruhe hat. Eine trügerische Ruhe, denn solche Situationen sind der pure Streß für die Hunde! So entstehen die vielgescholtenen „kleinen Kläffer", obwohl diese „Karriere" vermeidbar gewesen wäre. Und die größeren Welpen lernen, dass es Spaß macht, einfach wie eine Dampfwalze durchs Leben zu poltern, ohne Rücksicht auf Verluste.
In einer gut geführten Welpenschule wird darauf geachtet, dass die kleineren nicht überrannt werden, dass die größeren lernen, vorsichtig mit anderen Hunden zu spielen und dass ihre Menschen immer ein Auge darauf haben, wann es einem Hund zuviel wird. Es muss Ruhephasen geben, in denen alle Welpen an Brustgeschirr und Leine bleiben und nicht gespielt wird. Damit bauen die Welpen die absolut notwendige Frustrationstoleranz auf und lernen, dass es nicht schlimm ist, wenn es mal nicht nach ihrem Spiel-Willen geht. Außerdem verknüpfen sie auch nicht „andere Hunde = immer spielen", denn sonst ist der Besitzer später Luft für seinen Vierbeiner, sobald ein Spielkamerad am Horizont auftaucht. In den Ruhephasen werden Fragen der Hundehalter besprochen, danach werden kleine, spielerisch aufgebaute Aufgaben wie Heranrufen, Leinenführigkeit oder „Stop!" geübt, aber immer in Maßen und natürlich gewaltfrei. So wechseln sich Spiel, Ruhe und Übungen ab und die Hunde haben wirklich einen guten Start mit Artgenossen. Wenn Sie sich eine Welpengruppe suchen, dann achten Sie bitte unbedingt auf diese Kriterien, zum körperlichen und psychischen Wohl Ihres Hundekindes!