Okt/Nov 10
Liebe Juwelerinnen und Juweler,
wer hat Angst vor dem Bösen Wolf?
In den neuen Bundesländern, da hat man sich an
seine neue Anwesenheit schon seit längerem gewöhnt.
Junge männliche Wölfe sind auf der Suche nach neuen Revieren über die polnische Grenze nach Deutschland eingewandert und haben in Sachsen an der Lausitz neue Rudel gegründet. Nach über 150 Jahren ziehen Wölfe nun wieder auf deutschem Boden ihre Welpen groß. Allzu gründlich hatten wir sie überall in Deutschland ausgerottet. Und auch die ersten zaghaften Ansiedlungsversuche endeten entweder vor der Flinte eines übereifrigen Jägers oder unter den Rädern eines Autos. Aber jetzt haben sie eine Chance, wieder fester Bestandteil unserer Natur zu werden. Wenn wir sie ihnen nur geben!!
Da hat sich doch einer tatsächlich auch nach Bayern vorgewagt!! Völlig respektlos, das Tier, was fällt dem denn ein. Nicht mal unsere bayrischen Hirsche und Schafe sind sicher vor dem Untier und wenn man den Titelseiten der einschlägigen Boulevard-Presse glauben schenkt, dann steht auch „der Bayer an sich“ kurz vor der Ausrottung! Jetzt haben wir vor ein paar Jahren die Bedrohung durch Braunbären gerade nochmals heldenhaft abwehren können – und nun das!
Ja, wünschen wir dem jungen Wolf, der seit ein paar Monaten in der Gegend von Bayrischzell versucht zu überleben, dass er auf gelassenere Zeitgenossenen trifft, als der arme Bruno. Dann vielleicht wird er in ein paar Jahren seinen Welpen davon erzählen, dass sein Wechsel nach Bayern eine gute und bessere Alternative gewesen war.
Huhuhuhu
Ihre Marion Schraft
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